«

»

Mai 22

Energieausweis Pflicht bei Kauf und Miete

Der Energieausweis muss seit dem 1. Mai 2014 beim Verkauf oder der Vermietung von Immobilien vorgelegt werden. In Anzeigen für Immobilien müssen außerdem weitere Pflichtangaben gemacht werden, um Verbrauchern den Vergleich mehrerer Objekte zu erleichtern.

Am 01. Mai 2014 ist die neue Energiesparverordnung in Kraft getreten und damit ist auch der neue Energieausweis verpflichtend geworden. Immobilien werden mit Energieeffizienzklassen bewertet, die, ähnlich wie bei Kühlschränken und Waschmaschinen, dem Verbraucher einen Anhaltspunkt über den zu erwartenden Energieverbrauch des Gebäudes geben.

Mehr Transparenz bereits beim Inserat

Bereits bei Immobilienanzeigen muss die Energieeffizienzklasse seit Neuestem angegeben werden. Auch das Baujahr, die Heizungsart, der Endenergiewert und die Art des Energieausweises müssen jetzt bereits beim Inserat angegeben werden. Ein Verstoß wird mit bis zu 30.000 Euro geahndet. Bei der Besichtigung der Immobilie ist die Vorlage des Energieausweises jetzt verpflichtend. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Kaufimmobilie handelt oder diese vermietet werden soll. Doch hierbei sollten Interessenten darauf achten, welche Art von Energieausweis ihnen vorgelegt wird.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Der Verbrauchsausweis für eine Immobilie ist zwar die günstigere Variante, allerdings sind die Angaben darin nicht sehr aussagekräftig, da die Höhe des Verbrauchs auch von der Anzahl der Bewohner einer Immobilie abhängt. Sinnvoller ist der sogenannte Bedarfsausweis, der bei Neubauten bereits verpflichtend ist. Er berechnet den Energiebedarf eines Gebäudes unter standardisierten Bedingungen. Aufgrund der umfangreicheren Angaben ist der Bedarfsausweis in der Ausstellung teurer, als der Verbrauchsausweis, trägt aber aufgrund der Unabhängigkeit vom Nutzungsverhalten der Bewohner, auch zur besseren Vergleichbarkeit von Immobilien bei.

Sanierung bringt Wettbewerbsvorteile

Der Schritt von einer Empfehlung der Vorlage des Energieausweises zur Verpflichtung, bedeutet mehr Druck für Anbieter von energetisch unwirtschaftlichen Gebäuden, ihre Immobilien energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Grundsätzlich sind die Energieausweise bei Architekten, Energieberatern und Schonsteinfegern erhältlich. Bei vermeintlich günstigen Angeboten im Internet sollte man jedoch vorsichtig sein, da hier viele unseriöse Anbieter zu finden sind.


© Copyright Baufinanzierung.biz. Dieser Artikel ist urheberrechtlich geschützt und wurde geschrieben für Baufinanzierung.biz